J-Rock / J-Pop

Dieses Thema im Forum "NO CLASS - Alternative & Indie" wurde erstellt von Rekhyt, 7. Dezember 2016.

  1. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Alle Remakes sind nur bei der teuersten Limited Deluxe Version dabei. (befinden sich auf der zweiten CD) Man muss also ordentlichen blechen.
    Fand "The Unraveling" auch sehr toll, wobei ich es bis heute nicht verstehen kann, warum die europäische Version das Remake von "Macabre" nicht mit drauf hatte. Hat bestimmt viele Fans sehr geärgert.
    Die neuen Remakes sind auch wieder sehr interessant und vor allem "The Deeper Vileness" gefällt mir. "Kigan" hingegen finde ich etwas unnötig und in der neuen Version auch nicht wirklich spannend.

    Zum Leben in Japan kann ich mich jetzt nicht pauschal äußern. Jedes Land hat seine Vor- und Nachteile und da ich nicht die Tourist-Perspektive habe, müsste ich viel mehr ins Detail gehen. Für einen 1-2 wöchigen Trip würde ich es aber definitiv empfehlen!
     
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  2. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Kleines Update zum neuen DEG-Album nach circa zehn Durchläufen:
    "The Insulated World" ist ein wirklich rundes Album, das nicht auf der Stelle tritt und einen tollen Kontrast zu "Arche" darstellt. Die neue Platte ist roher, düsterer und zugänglicher als die letzten Werke. Letzteres liegt vor allem an den unverblümten Lyrics und der vergleichsweise kurzen Dauer der einzelnen Songs. Mit 13 statt 16 Songs (Arche) hat man zudem das Aufgebot an neuen Songs gesund geschrumpft, sodass die Platte insgesamt einprägsamer und greifbarer daherkommt. Überhaupt würde ich sagen, dass "The Insulated World" sich hervorragend für Einsteiger eignet, da es sich wunderbar in einem Rutsch anhören lässt. Dadurch, dass die Band auf eine cleane und polierte Produktion verzichtet hat, wirkt das Ganze nochmals homogener und konsistenter. Allen Bandmitglieder stehen hier auf der selben Stufe. Weiterhin ist es schön, dass die Band alte Trademarks mit neuen Elementen kombiniert. Alles ist da: Growls, irrsinnige Screams, klarer Gesang, düstere Momente, um eine gewisse Atmosphäre aufzubauen, treibende Gitarrenwände, tolle Bass-Einlagen und zig Spielereien. "The Insulated World" kommt recht simpel und ausdrucksstark daher, schafft es aber dennoch, Komplexität aufzubauen, sodass man bei jedem neuen Hördurchgang etwas Neues entdeckt. Ein paar Patzer haben sich aber dennoch mit eingeschlichen. Die sich an "The Marrow of a Bone" bzw. "Uroboros" orientierende Produktion wird nicht jedem Fan schmecken, die Neuaufnahme von "Utafumi" fällt ein wenig aus dem Rahmen und hier und da fühlen sich manche Passagen unnötig gleichförmig an. "Dum Spiro Spero" halte ich nach wie vor für das beste Album der Band, aber das neue Album ist dennoch bärenstark geworden.

    Außerdem habe ich vor kurzem das neue lynch. Album "XIII" angehört und ich muss sagen, dass ich diese Band nicht mehr so richtig verstehe. Die Jungs haben in den letzten sechs Jahren stattliche fünf Alben rausgeballert und vor allem die letzten drei Alben klingen für mich nach einer riesengroßen, ununterscheidbaren Masse an JMetal-Songs. "XIII" klingt haargenau wie "AVANTGARDE" und das hat bereits schon wie "D.A.R.K." geklungen. Mit "GALLOWS" hat man ein rundes Werk herausgebracht, das angriffslustig, verspielt, handwerklich ordentlich und abwechslungsreich daherkam. Alles danach war wie ein Best of lynch im Leerlauf. Das Songwriting dieser Band ist dermaßen ausgelutscht, musterhaft und uninspiriert, dass es eine Schande ist. Die einzelnen Bandmitglieder können nämlich richtig was! Das größte Problem ist meiner Meinung nach das Aushängeschild der Band - der Sänger Hazuki. Ich frage mich, ob ihm selbst nicht auffällt, dass er seit Jahren gesanglich keinerlei, aber auch wirklich keinerlei, Variation sucht. Selbst Ruki von Gazette hat irgendwann eingesehen, dass er was machen muss, um nicht in eine Schublade gepackt zu werden und dort unterzugehen. Hazuki hingegen liefert seit Jahren Songs vom Fließband ab und denkt auch nicht im Entferntesten daran, etwas zu verändern. Kann den Typ nicht verstehen.

    Demnach ist "XIII" Stagnation auf hohem Niveau. Für sich stehend ist das ein nettes, grundsolides Album, das aber in Kombination mit den Vorgängerwerken keinerlei Charakter aufbauen kann. Die Fans scheint's aber nicht zu stören. Die Konzerte sind nämlich nach wie vor gut besucht...
     
  3. Lazarus

    Lazarus Till Deaf Do Us Part

    Die DEG kam heut bei mir an und ich finde die Scheibe auch klasse aber der extreme loudnesswar der scheibe mit dem man jedwede dynamik tötet ist schon teilweise anstrengend. Glaube das ist das am lautesten komprimierte album das ich je hörte.
    Ich werd mich dran gewöhnen aber ein schöner Sound geht anders.
     
  4. Panzerkreuzer

    Panzerkreuzer Till Deaf Do Us Part

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  5. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Kurze Rückmeldung zu den folgenden beiden Alben:

    Ling Tosite Sigure - "#5"

    Habe ich jetzt endlich mal zwei-drei ordentliche Durchläufe gehabt. Puh, ist ein sehr typisches LTS-Album geworden, was hier sowohl positiv als auch negativ gemeint ist. Ich mag die provokanten Spielereien, die immer mal wieder auftretenden melancholischen Passagen, das kreative Songwriting, den hohen Gesang des Leadsängers TK, die verworrenen Lyrics - das ist man von LTS so aber auch schon lange gewohnt. Bisschen schade finde ich, dass beim neuen Album die zweite Sängerin Miyoko Nakamura eher in den Hintergrund tritt und TK die Bühne meistens für sich alleine hat. Und irgendwie werde ich langsam müde von seinem speziellen Gesang. Bei den Instrumenten gibt's aber nichts auszusetzen. LTS spielen immer noch sehr eigensinnigen Math-Rock mit vielen J-Rock-Elementen und wiederholen ihre Trademarks in Dauerschleife. Den direkten Vorgänger "I'mperfect" und die EP "es or s" fand ich ehrlich gesagt ein wenig stärker und trotzdem sticht "#5" mit äußerst gelungenen Songs wie "Tornado Minority" und "Serial Number Of Turbo" aus der Masse heraus.

    the GazettE - "NINTH"

    Nach dem eher düsteren und mit Growls ausgestattetem Triplett "Dogma", "Ugly" und "Undying" sind Gazette wieder zurück zu ihren alten Stärken gegangen und haben sich überlegt, wie man Alt und Neu miteinander verbinden könnte. Herausgekommen ist das neue Album "NINTH". Und was soll man sagen - Gazette gelingt die Kombination tatsächlich überraschend gut. Rukis Pop-Vocals, verspielte Samples und beinahe kitschige Hooks treffen auf Gitarrenwände, Growls und negative Lyrics. "NINTH" ist nicht die Weiterentwicklung von "Dogma", sondern ein anderer Weg. Es geht eher wieder in Richtung "Beautiful Deformity", aber "NINTH" macht nicht den Fehler, in Austauschbarkeit zu versinken, sondern zeigt direkt Ecken und Kanten. Das beste Beispiel für den neuen Sound ist die Single "Falling". Lässt man die Platte weiter laufen, merkt man, dass Gazette sich eine Menge haben einfallen lassen. "The Mortal" als düstere und melancholische Brücke mit einem bärenstarken Abschluss, der an die besten "Dim" und "Division" Tage erinnert. Und Schlag auf Schlag geht es weiter mit dem tollen "Utsu semi" - poppig, abwechslungsreich und mit typischen J-Rock-Elementen. Natürlich darf auch die gewohnte Gazette-Ballade nicht fehlen, die mit "Sonokoe wa moroku" danach auch unmittelbar folgt. Der Rest ist dann mehr oder weniger gelungenes Gepoltere, das mal mitreißend, mal etwas redundant daherkommt. Unter'm Strich ist "NINTH" für Gazette das, was für sukekiyo "Adoratio" war - ein aktuelles Album, auf dem alles wie aus einem Guss klingt. Die Band weiß, was zu tun ist und spielt 12 Songs zusammen, die auf alte Stärken bauen und hier und da dennoch überraschen können.

    So, hoffentlich kommt dieses Jahr endlich das neue Sakanaction-Album raus. ^^
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2019
  6. DemonCleaner

    DemonCleaner Till Deaf Do Us Part

  7. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

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  8. Panzerkreuzer

    Panzerkreuzer Till Deaf Do Us Part

  9. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Die neue sukekiyo ist leider ein wenig enttäuschend. Viele coole Elemente, ordentliche Produktion und Kyo lässt sich immer wieder was Neues einfallen, aber im Gesamtpaket ist das Album zu verkopft und viel zu experimentell. Es gibt kein erkennbares Leitmotiv oder eine musikalische Wiedererkennung. Schade.

    Jetzt bin ich aber auf's neue sakanaction-Album gespannt. Erste Single klingt schon mal sehr chillig:

    https://www.youtube.com/embed/NIOiwV1qj-k
     
  10. NurEinSchatten

    NurEinSchatten Deaf Dealer

  11. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Ich frage mich, wie es mit DIMLIM weitergehen soll. Zwei von fünf Bandmitglieder sind von heute auf morgen ausgestiegen und dabei soll Ende des Jahres das zweite Album erscheinen. Oh je...gab die letzte Zeit echt nicht viele positive Nachrichten für die Band. :/

    https://www.youtube.com/embed/Ad5ig3FFiZY
     
  12. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Kleines Update zu DIMLIM:

    https://www.youtube.com/embed/UmMhmem-JPE

    Find's stark von der Band, dass man mit drei Mitgliedern genau so weitermacht wie gewohnt. Einfach zu dritt ein neues Video aufgenommen und Single rausgehauen. Album bleibt ebenfalls weiterhin angekündigt. Und dann klingt die Mucke auch noch gut.
     
  13. Lazarus

    Lazarus Till Deaf Do Us Part

    Am Samstag gehts erstmals zu Dir En Grey. Freu mich wien Schnitzel.
     
    NurEinSchatten und Ijon Tichy gefällt das.
  14. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    @Lazarus Wie fandest du das Diru-Konzert gestern?

    Ich habe mir übrigens das neue DIMLIM-Album jetzt dreimal angehört und habe leider sehr gemischte Gefühle. Man bedenke, die Band hat erst letztes Jahr eine starke Single veröffentlicht mit zwei experimentellen Songs, die sowohl gesanglich als auch instrumentell super waren. Feinster VK-Metal. Jetzt geht man mit dem neuen Album "Misc." drei Schritte zurück und verbannte sämtliche Growls und Screams aus der Soundkulisse. Allgemein klingt "Misc." so, als hätte sich die Band in den letzten Monaten zurückentwickelt, was wohl an den internen Differenzen liegt - immerhin sind einfach mal zwei Mitglieder abgesprungen.

    Der neue Song "What's Up?" hat mich im Vorfeld sehr positiv gestimmt, aber tatsächlich ist das auch direkt der beste Song auf dem ganzen Album. Der Rest ist eine reine Achterbahnfahrt. Mal gibt es coole Spielereien und groovige Mathrock-Elemente, dann aber furchtbar nervtötende Electro-Samples und SFX-Gequietsche. Shos Gesang ist gewohnt stark, allerdings gibt es mehrere Songs, in denen er versucht auf Englisch zu singen - was gehörig in die Hose geht und sich einfach peinlich anhört. Auch die Produktion bleibt hinter den vorigen Veröffentlichungen zurück. Der Bass ist nicht zu hören und der Sound ist recht flach.

    Und doch will ich "Misc." nicht völlig abschreiben. Shos Gesang ist eben sehr unterhaltsam und manche Songs machen durchaus Spaß. Ich sehe den Weggang vom progressiven Deathcore nicht als direkten Nachteil an, da die Band auch im normalen VK-Rock-Segment gut funktioniert. Es gibt hier jedoch etliche Abzüge in der B-Note, die mich enttäuschen.

    Anspieltipps: MIST, Funny World, What's Up?, Tick Tak
     
  15. Ijon Tichy

    Ijon Tichy Till Deaf Do Us Part

    :hmmja:
    Ich wäre auch so gerne hin!
     
  16. Lazarus

    Lazarus Till Deaf Do Us Part

    Jo das Konzert war super aber leider auch ziemlich kurz. Höchstens 70-80 Minuten. Ausserdem haben die bis auf 3 Songs nur das aktuelle Album gespielt. Trotzdem wars ein Erlebnis. Kyo ist live einfach eine Wucht. Schade dass die so selten hier sind.
     
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  17. Ijon Tichy

    Ijon Tichy Till Deaf Do Us Part

    Glaube ich! Ich konnte sie bisher 3x sehen, dass ist aber schon fast wieder 10 Jahre her. Ich mag das neue Zeug allerdings auch!

    Aber die waren ja leider auch nie besonders gefragt in der regulären Metal-Szene, so dass sie großartig von europäischen Festivals angefragt wurden. Anfangs zu der VK/J-Rock Hype Zeit, aber danach eben nicht mehr.
     
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  18. NurEinSchatten

    NurEinSchatten Deaf Dealer

    Wenn sie den gutturalen Gesang rausgenommen haben, wird es für die Band sehr schwer werden.
    Heutiger VK ist sehr Deathcore bzw. zumindest Growling Lastig und traditionelle J-Rock Sachen haben leider kaum noch eine Chance, erfolgreich zu bleiben.
    Man vergleiche mal den Sound der Mitte 90er / Anfang 2000er Bands mit neuerem Zeug. Da liegen Welten zwischen. Früher war VK eher Dark Rock / Industrial Rock & Glam Rock mäßig, teils auch Metal aber nicht so viel mit Screaming und Growling. Heutzutage ist der Sound da schon wesentlich härter und "normale" J-Rock Bands haben kaum noch eine Chance sich durchzusetzen... Sowas wie Malice Mizer, Moi Dix Mois, Versailles usw. sieht man heutzutage nicht mehr so oft.

    EDIT:
    Sogar The GazettE, eine der bekanntesten Bands aus Japan, zweifeln schon an ihren eigenen VK-Zugehörigkeitsstatus... Auch wenn sie Screams benutzen, aber wohl weniger als andere moderne Bands...Da die Szene sich wohl schon sehr verändert hat..
    https://www.burnyourears.de/intervi...ehoren-wir-gar-nicht-mehr-zum-visual-kei.html

    Zitat:
    Welche Position nehmen THE GAZETTE in der heutigen Visual-Kei-Szene ein?

    Aoi: Wenn man sich anschaut, was in der Szene heute unter Visual Kei verstanden wird, gehören wir vielleicht gar nicht mehr dazu. Das glaube ich jedenfalls.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Februar 2020
  19. Rekhyt

    Rekhyt Dawn Of The Deaf

    Die seltenen Auslandseinsätze findet die Band aber gar nicht mal so schlecht, wenn man sich ein paar Interviews durchliest. Kyo und Kaoru sagen stets, dass sie die Touren in Amerika und Europa immer sehr anstrengend finden. Bei den letzten US-Touren gab es oft diverse Probleme und Unannehmlichkeiten, die dem Ganzen einen unschönen Beigeschmack gegeben haben. Die Fans haben davon abends beim Konzert wenig bemerkt, aber die Band war ja dauergestresst. Auch in Europa versucht Diru, die Sache schnell hinter sich zu bringen. Die Jungs haben durchaus Spaß, ihre Fans außerhalb Japans zu sehen, aber mit Anfang vierzig und einem absolut vollen Terminkalender in Japan lässt es sich eben nicht ganz so entspannt tausende Kilometer von Zuhause entfernt touren.

    Kommt drauf an, ob DIMLIM sich jetzt fängt oder in der Beliebigkeit versinkt und sich heimlich auflöst. Die brauchen dringend eine feste Bandformation und am besten eine Zusammenarbeit, die die Band in der Öffentlichkeit pusht, wenn sie aus der VK-Szene raus wollen. Irgendeinen Aufhänger braucht man, um bei all der Konkurrenz in Japan nicht unterzugehen. Normale J-Rock-Bands können dort immer noch erfolgreich sein, wenn sie sich dem Massenmarkt nicht zu sehr querstellen. Wird mit DIMLIMs bisherigen Veröffentlichungen und der durchwachsenen neuen Platte aber tatsächlich schwer.
     
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  20. Lazarus

    Lazarus Till Deaf Do Us Part

    Mucc spielenübrigens am 8. und 9. April in Berlin. Werd wohl am 9. vor Ort sein.
     
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