Non-Metal-Jahresrückblick 2021

Dieses Thema im Forum "NO CLASS - Alternative & Indie" wurde erstellt von Der böse Och, 12. Dezember 2021.

  1. Der böse Och

    Der böse Och Till Deaf Do Us Part

    Schön, dass sich hier doch noch ein bisschen was tut. Allerdings bin ich aktuell ein wenig ins Hintertreffen geraten.

    Circuit Des Yeux bietet wirklich starken Gesang, der sich die Bombast-Untermalung redlich verdient. Definitiv eine gute Empfehlung, braucht aber noch einen weiteren Durchlauf, weil ich gegen Ende nicht mehr sicher war, ob das für mich auf Album-Länge funktioniert.

    Kaelan Mikla blieben nach dem großzügigen Lob hier ein wenig unter meiner Erwartungshaltung. Schön auf jeden Fall, dass hier auf Isländisch gesungen wird, einige Songs mochte ich, andere empfand ich vom ersten Eindruck als etwas plätscherig. Aber auch diesem Album werde ich wohl noch eine zweite Chance geben.

    In die restlichen Empfehlungen muss ich erst noch reinhören.
     
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  2. beschissen

    beschissen Till Deaf Do Us Part

    Ich hab’s nicht so mit Listen und Kalendern, vielleicht werde ich hier noch über Monate Empfehlungen posten, weckt mich bitte, wenn die Zukunft da ist.

    Wenn Morissey nicht falsch abgebogen wäre, wenn New Order noch new wären, The Sound noch leben würden, ach, naja, es gab ein tolles Album 2021, das all das fast egal werden ließ:

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    HAMISH HAWK — Heavy Elevator

    listen: The Mauritian Badminton Doubles Champion, 1973.

    ganz tolles Album!

    shit: Echo & the bunnymen beim Namedropping vergessen.
     
  3. Onno

    Onno Moderator Roadcrew

    Danke für Tipp, nie von gehört, dafür heute morgen dann in Dauerschleife. 'I see my family in an ugly cemetary', wer sowas textet kriegt von mir gleich ein Melancholie-Extralob.
     
    Fire Down Under, beschissen und reid gefällt das.
  4. fonosonik

    fonosonik Deaf Dealer

    Danke für den Tip, find ich toll!
     
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  5. Der böse Och

    Der böse Och Till Deaf Do Us Part

    Blackwater Holylight - „Silence / Motion“

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    Gar nicht mal so metallisch wie man aufgrund Beteiligter und Gästen - produziert von A.L.N. (Mizmor, Hell), Gastvocals von Bryan Funck (Thou) und Mike Paparro (Inter Arma) - vermuten könnte: Zwar sind immer wieder eindeutig metallische Gitarren zu hören, aber insgesamt ist das Album doch eher leisetretend: Mal eher psychedelisch, dann wieder etwas doomig-schwerer ist der Sound, den die vier Damen aus dem Nordwesten der USA auf ihrem dritten Album fahren.

    Kostprobe: https://www.youtube.com/embed/NNNwdKyoBNU
    Komplettes Album: https://blackwaterholylight.bandcamp.com/album/silence-motion




    Richard Dawson & Circle - „Henki“

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    Die verrückten, experimentier- und kollaborationsfreudigen Finnen von Circle kenne ich ursprünglich daher, dass Aaron Turner wohl ein Faible für sie hat. Daher habe ich Circle je einmal als Support von Isis und Old Man Gloom gesehen und dabei kam schon gut rüber, dass das keine 08/15-Band ist. Die Zusammenarbeit mit dem anscheinend ebenfalls etwas exzentrischen Sänger Richard Dawson fällt dafür über weite Strecken unerwartet zugänglich aus, lediglich der manchmal in überraschende Höhen vorstoßende Gesang könnte manchen Hörern nicht ganz passen – für mich taugt es und bietet guten Wiedererkennungswert. Ansonsten entwickeln die sämtlich botanisch benannten Songs oft ordentlich folk-rockigen Drive und die Refrains sitzen.

    Kostprobe: https://www.youtube.com/watch?v=iO_FzRjmXiY
    Komplettes Album: https://richardmichaeldawson.bandcamp.com/album/henki




    Le Ren - „Leftovers“

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    Lauren Spears, die sich bei ihren Veröffentlichungen Le Ren nennt, was wohl eine kleine Augenzwinkerei bezüglich ihrer frankokanadischen Herkunft ist, verzaubert einen auf ihrem aktuellen Album mit zehn melancholischen Folk-Songs. Schöne Sache.

    Kostprobe: https://www.youtube.com/watch?v=oxLd5tUtbTo
    Komplettes Album: https://lerenmusic.bandcamp.com/album/leftovers
     
  6. IronUnion

    IronUnion Till Deaf Do Us Part

    Gefällt mir richtig gut, danke für den Tipp!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2022
    Der böse Och gefällt das.
  7. DreamingInRed

    DreamingInRed Till Deaf Do Us Part

    Aufgrund der starken Konkurrenz im Todesblei-Sektor und der Geburt des Sohnemanns hatte ich nicht so viel Zeit um Neues zu entdecken/konsumieren. Nichtsdestotrotz kann ich den Thread um zwei Alben erweitern, zweimal Norwegen!

    Im Dezember erschien das Debütalbum von KOSMODOME der Brüder Sandvik.
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    Geboten wird psychedelischer Rock, der sich deutlich von den ganzen Hard-Psych Bands der letzten Jahre abhebt, was u.a. daran liegt, dass die Brüder ein tolles Songwriting beherrschen und immer wieder proggige Elemente einbauen: https://kosmodome.bandcamp.com/album/kosmodome

    Und nun zum zweiten Album und vermutlich zu meinem Album des vergangenen Jahres. Es handelt sich um das aktuelle Album Visions der Band SOUP:
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    Die Norweger schaffen hier das perfekte Spagat zwischen Art Rock und Prog. Waren auf den Vorgängeralben größtenteils post-rockige Songaufbauten zu hören, haben sie sich nun mehr dem Prog der 70er zugewendet und diesen authentisch in ihren Sound integriert. Mich packt Vsions emotional so sehr, wie es schon lange kein anderes Album mehr geschafft hat: https://soupsound.bandcamp.com/album/visions
     
  8. Der böse Och

    Der böse Och Till Deaf Do Us Part

    70er-Prog ist jetzt eigentlich nicht gerade eine Beschreibung, die mich magisch anzieht, aber das Soup-Album finde ich tatsächlich nach wiederholtem Anhören auch ziemlich gut!
     
  9. DreamingInRed

    DreamingInRed Till Deaf Do Us Part

    Sie kopieren den klassischen 70er Prog nicht, sondern nutzen nur die Stilmittel v.a. beim Songaufbau und betten diese in ihren moderneren Sound ein. Anders kann ich es nicht beschreiben. Aber jemand der die alten Genesis etc. nicht kennt, dem fällt das vermutlich gar nicht auf.:)
     
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  10. beschissen

    beschissen Till Deaf Do Us Part

    Çüş Leute, 1 will ich noch loswerden:

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    TV PRIEST aus (normal) England mit ihrem Debüt Uppers.
    Raw Nöhlpunk mit großen Songs, natürlich ein bisschen im Schatten der riesigen IDLES, aber eigen genug, mit dunklen early-80s-Einflüssen und unerwarteten Twists. Spannendes Album!

    Listen:
    PRESS GANG
    British Music Embassy Showcase
     
    Einsiedler96 gefällt das.
  11. ProfessorHastig

    ProfessorHastig Till Deaf Do Us Part

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    NEWMEN - Futur II
    Krautpop nennen sie selbst ihre Musik. Ganz viel Neu! und Kraftwerk ist da bei den größtenteils instrumentalen Songs rauszuhören. Dabei klingt es aber nicht angestaubt, sondern wohl dank der modernen Produktion ziemlich zeitlos.

    Pröbchen:
    https://www.youtube.com/embed/0cGBiDFt5Oo
     
  12. Onno

    Onno Moderator Roadcrew

    Tolle Platte. Gute Dosierung an Frickeligkeit, so ein bisschen leicht verhuscht, dann wieder fast jazzrockig angehaucht und alles in allem knietief in den 70ern. Hat ab und zu auch was von Hällas, aber ohne Glitter und Schminke. Lediglich der Gesang hat es mir am Anfang etwas schwer gemacht. Jetzt passt das aber.
     
    Jenny Death und DreamingInRed gefällt das.
  13. Otto Jägermeier

    Otto Jägermeier Deaf Leppard

    +1 für LOW, hab das Album geschenkt bekommen und hab viel Freude dran. Schönes Teil.
    Von den wenigen Neuerscheinungen aus dem vergangenen Jahr die ich gekauft hab, ist vermutlich das mein Favorit:
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    War sogar Nr. 1 in den World Music Charts Europa oder so. Experimenteller Folk-Rock mit stark zypriotischen(also für meine Ohren griechischen) Einschlag.
    Manchmal düster, manchmal auch elektronisch, sehr aktuell und trotzdem offensichtlich von traditioneller Musik beeinflusst.
    https://antonisantoniou.bandcamp.com/album/kkismettin
     
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