TURBO - die polnischen IRON MAIDEN (und mehr!)

Dieses Thema im Forum "IRON FISTS - Heavy Metal & Doom Metal" wurde erstellt von Acrylator, 8. Oktober 2014.

  1. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    So, hab diese Bandvorstellung ursprünglich fürs Sacred Metal Board verfasst, aber vielleicht finden sich hier ja auch noch ein paar Fans oder Interessierte, denen ich Turbo damit näher bringen kann.
    Vorweg sei gesagt, dass ich diesen Thread auch ebenso gut im Speed-/Thrash-Subforum hätte unterbringen können, aufgrund der wandelbarkeit/unterschiedlichen Phasen der Band.


    TURBO wurden 1980 von Wojciech Hoffmann (einziges verbliebenes Ur-Mitglied) gegründet und haben noch im selben Jahr eine Single veröffentlicht, die aber eher was für Sammler ist, da sie noch recht unspektakulären, normalen Rock bot.

    Aus dieser Zeit, bzw. bis etwa Ende 1981 stammen noch zahlreiche weitere Aufnahmen, von denen es die meisten Stücke auf kein offizielles Album geschafft haben. In der "Anthology" Box von 2008 sind diese allerdings komplett auf einer "Taka Właśnie Jest Muzyka" betitelten CD vertreten. Vieles davon finde ich auch eher putzig, aber zumindest das elfminütige "Fabryka Keksów" sollte man mal gehört haben. Außerdem muss man sich vor Augen führen, dass damals im Grunde noch überhaupt keinen Metal in Polen gab.


    Mit "Dorosłe Dzieci", dem Debüt von 1982, kam aber schon das erste Highlight in ihrer Diskografie, das sich alle Fans der NWOBHM mal zu Gemüte führen sollten. Denn das Album klingt streckenweise doch ziemlich danach, vor allem nach IRON MAIDEN - ohne dass jedoch deren Stil kopiert wird. Dafür sorgt schon allein Sänger Grzegorz Kupczyk, der meist sehr viel melodischer als beispielsweise Paul Di'Anno oder selbst Bruce Dickinson agiert. Außerdem gibt es noch ein ruhiges Instrumental, das teilweise - wie auch einige andere Stücke auf dem Album - ein klein wenig an frühe SCORPIONS erinnert, allerdings ist auch hier definitiv eine ganz eigene Note zu erkennen.
    Der Großteil des Albums wird dominiert von einer dezenten Melancholie, die jedoch nicht runterziehend, sondern einfach nur schön wirkt, vor allem in den vielen ruhigeren Momenten. Aber auch für die Freunde der Geschwindigkeit wird hier einiges geboten, mit Stücke wie "Zalony Ikar", "Ktoś Zamienił" und vor allem "Toczy Się Po Linie", welches für 1982 doch schon eine beträchtliche Geschwindigkeit (inklusive schneller Double-Bass) aufweist. Aber auch diese Songs leben von tollen Melodien, Abwechslung und viel Spielfreude. "Przegadane Dni" ist gesanglich etwas aggressiver als der Rest und erinnert in einigen Momenten stark an MAIDENs "Killers". Einzig "Mówili Kiedyś" ist etwas unspektakulär und verzichtbar, wenn auch nicht wirklich schlecht. Dafür kommt mit dem Titelsong am Schluss eine absolute Hammer-Ballade, wenn man es so nennen will. Auf jeden Fall ein über 7-minütiges, kitschfreies ruhiges Stück, dass mir immer wieder Gänsehaut beschert. Einzig die Produktion ist (zwar transparent und dynamisch, aber) etwas zahnlos - die E-Gitarren sind oft nur wenig verzerrt, wodurch die schnellen Stücke nicht so hart wirken, wie sie es könnten. Dennoch ein großartiges Album, das für mich auch im tollen Jahr 1982 wohl immer einen Platz unter meinen 5 liebsten findet!

    Danach folgte Angaben der Band zufolge eine Phase der Orientierungslosigkeit, in welcher viele eher ruhige Songs aufgenommen wurden, die teilweise grob in Richtung The Police gehen und eher dem Pop-Rock zuzuordnen sind. Einige davon finde ich aber aufgrund der melancholischen Stimmung wirklich toll. Zu haben sind diese Aufnahmen übrigens lediglich auf einer CD der "Anthology" Box, dort wurden sie mit zusätzlichen Bonustracks unter "Kręci się nasz film" zusammengefasst.
    Einige Stücke davon und von den ganz alten Aufnahmen (vor dem ersten Album) haben es ansonsten nur auf eine Tape-Veröffentlichung geschafft, die schlicht "Remix '92" heißt.


    Turbo fanden zurück zum Metal und nahmen 1984 dann das offizielle zweite Album, "Smak Ciszy" auf, das (zumindest auf LP) erst 1985 veröffentlicht wurde und wohl die seltenste Veröffentlichung der Band (zumindest auf LP :-D ) darstellt.
    Für mich kann die Scheibe bei weitem nicht das hohe Level des Debüts halten, auch wenn es immer noch ein wirklich gutes Album (mit einigen schwächeren Songs) ist. Es ist etwas weniger verspielt und dafür ein wenig aggressiver als der Vorgänger und neben den NWOBHM-Einflüssen scheint hier auch ein wenig amerikanischer Hard Rock und Power Metal seine Spuren hinterlassen zu haben. Die Stärken liegen für mich aber auf diesem Album (trotz eines starken, schnellen Openers) für mich gerade in den ruhigeren Momenten, aber auch das powervolle Instrumental weiß sehr zu gefallen und zeigt schon ungefähr, wohin es danach gehen sollte...


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    Mit "Kawaleria Szatana" von 1986 legte man härtemäßig noch eine ganze Schippe drauf, hier haben wir es bereits mit aggressivem (und dennoch melodischem) Power/Speed Metal zu tun, der nach wie vor deutlich von MAIDEN beeinflusst ist, jene allerdings an Aggressivität schon weit hinter sich lässt, aber dennoch auch jede Menge hymnischer Momente bietet (z.B. in "Sztuczne Oddychanie"). Mit "Wybacz Wszystkim Wrogom" kratzt man hier auch schon wieder fast an der 7-Minuten-Grenze, wobei Abwechslung und Spielfreude in den anderen Stücken genauso vorhanden sind. Nur ruhigere Klänge sucht man auf diesem Album vergebens.
    Für mich wohl die Nummer 3 der besten Turbo-Alben, zumindest von den älteren.


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    1987 ist es dann soweit für den Meilenstein der Bandgeschichte. "Ostatni Wojownik" erblickt das Licht der Welt und macht mich auch heute noch - inzwischen fast 20 Jahre nachdem ich das Album zum ersten Mal gehört habe - sprachlos. Wahnsinn, was hier an Aggressivität, Melodien und Einfallsreichtum geboten wird!
    Wer noch ein paar Details wissen will - bei Musiksammler habe ich mal ein Review geschrieben:
    http://www.musik-sammler.de/album/23712


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    1988 kam eine neu eingespielte, englischsprachige Version des Albums raus ("The Last Warrior"), die aber längst nicht den Charme und die Atmospähre der polnischsprachigen Variante hat - außerdem wirkt Grzegorz Kupczyk hier sowohl sprachlich als auch gesanglich manchmal etwas gequält, da war seine Leistung in der Muttersprache deutlich besser (wie überhaupt bei jedem Album der Band klar der polnischen Variante - sofern vorhanden - der Vorzug zu geben ist). Aber dafür enthält die Scheibe einen Bonustrack (der wiederum aber auch in polnischer Version auf dem CD-Release der "Ostatni Wojownik" enthalten ist - deshalb würde ich hier zur CD raten).
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2014
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  2. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

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    1990 erschien dann das bereits 1989 aufgenommene "Epidemic", bzw. "Epidemie" (die englischsprachige Version kam diesmal wohl etwas früher, enthält aber, soweit ich weiß bis auf den Gesang die gleichen Aufnahmen). Hier entfernte man sich leider ein wenig von dem völlig eigenen Stil des Vorgängers und ging etwas mehr in Richtung gemäßigtem aber technischem Bay Area Thrash. (Sehr) entfernt an MAIDEN erinnernde Melodien hört man hier vorest zum letzten Mal. Ebenso wie Sänger Grzegorz Kupczyk, der hier wieder klarer singt als auf den beiden Vorgängern. Ein wirklich gutes Album, das aber klar im Schatten seines übermächtigen Vorgängers steht.


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    Auf dem ebenfalls noch 1990 erschienenen Album “Dead End” büßte die Band (wenn man noch von einer solchen sprechen kann - Wojciech Hoffmann scharte hier nämlich eine komplett neue Truppe um sich) dann noch mehr von ihrer Eigenständigkeit ein und bewegte sich musikalisch schon grob auf ähnlichem Terrain wie SEPULTURA Ende der 80er / Anfang der 90er, teilweise aber mit deutlich schnellerem Gitarrenspiel.
    Mir gefällt die Scheibe tatsächlich sehr gut, ich muss mich nur immer zwingen, sie nicht mit anderen Alben der Band zu vergleichen, da hier eine komplett andere Band zu hören ist. Wer aber auf brutalen, technisch anspruchsvollen Thrash steht, sollte unbedingt ein Ohr riskieren!


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    1992 erschien dann - vorerst nur auf Kassette (früher wohl das Medium in Polen) “One Way”, das sogar noch kompromissloser nach vorne prügelt als “Dead End”aber für mich aufgrund des recht beliebigen Songwritings wohl den Schwachpunkt in TURBOs Schaffen darstellt. Dennoch, wer z.B, auf DEMOLITION HAMMER, MASSACRE etc. steht, kann hier ruhig mal ein Ohr riskieren, denn die meisten Stücke machen durchaus Spaß - zwingend ist die Scheibe aber definitiv nicht.


    Danach war’s erst einmal jahrelang sehr still um die Band (wahrscheinlich hatten sie sich auch für eine gewisse Zeit aufgelöst), bis dann - für mich völlig unerwartet - 2001 ein neues Album zu haben war, das auf den Namen “Awatar” hörte...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2015
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  3. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

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    Hier versuchte die Band (wieder mit Kupczyk am Mikro und Bogusz Rutkiewicz am Bass, der bereits von 1983 bis 1988 bei Turbo spielte), moderne Einflüsse in ihren Sound einzuweben, was teilweise durchaus ganz gut gelang und zumindest wieder sehr eigenständig klingt. Die Basis ist hier aber noch Power/Thrash Metal, der manchmal auch durch dezent hardrockige Momente aufgelockert wird, aber eben auch von vielen “groovigen”, manchmal Nu-Metal-artigen Parts durchzogen ist. Kompositorisch teilweise etwas besser als der Vorgänger, aber dennoch eines der schwächsten Alben der Bandgeschichte. Für mich aber aufgrund des teilweise sehr eigenständigen Stils (beim Opener z.B.) absolut kein Fehlkauf!


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    Mit “Tożsamość” / “Identity” kehrten TURBO dann 2004 wieder stilistisch mehr oder weniger zu ihren Wurzeln zurück, bzw. zu ihrer Phase Mitte der 80er (jedoch viel besser als auf “Smak Ciszy”). Seitdem haben wir es also wieder mit traditionellem Heavy/Power Metal zu tun, der für mich klar über allem liegt, was ich von der jüngeren Konkurrenz kenne (also den traditionellen Heavy Metal Bands, die in diesem Jahrtausend erst angefangen haben).
    Größtenteils längere, abwechslungsreiche Songs, in denen auch mal ein (songdienlicher!) Solo-Part sehr lange dauern kann , ein wenig vergleichbar mit neueren MAIDEN, jedoch Riff- und (Gitarren-)soundtechnisch eher an die ganz frühen MAIDEN erinnernd. Das letzt Fünkchen Genialität fehlt mir hier irgendwie, aber die Scheibe macht enorm Spaß, zumal hier mit viel Spielwitz agiert wird.


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    Ähnlich toll, wenn auch etwas anders wurde dann "Stražnik Šwiatła" (2009), das den (wieder) eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzt, jedoch ein klein wenig glatter klingt. (Diesmal übrigens wieder ausschließlich in polnischer Sprache erhältlich)
    Obwohl Sänger Kupczyk vorher (endgültig?) ausgestiegen war, vermisse ich ihn auf diesem Album jedoch erstaunlich wenig, da er von Tomasz Struszczyk sehr gut ersetzt wird.
    Allen, die von MAIDENs letzten Alben enttäuscht waren kann ich nur noch einmal dringend empfehlen, diesem Album eine Chance zu geben, denn es ist von der stilistischen Grundausrichtung zwar durchaus ähnlich (überwiegend lange, epische Songs), aber mit viel mehr Energie und Power als es bei MAIDEN seit mindestens 15 bis 20 Jahren der Fall ist.
    Hierzu habe ich auch bei Musik-Sammler mal ein Review geschrieben: http://www.musik-sammler.de/album/325129


    Ende 2013 kam das zweite Album mit dem neuen Sänger, das auf den Namen "Piąty Žywioł" (bzw. "The Fifth Element" in der englischsprachigen Version, die erst 2014 veröffentlicht wurde) hört.
    Während der ersten zwei Durchläufe war ich etwas ernüchtert, da das Album erstmal unspektakulärer als die beiden Vorgänger wirkt. Inzwischen mag ich es aber wirklich gern, auch wenn es meinetwegen vielleicht zwei Songs weniger auch getan hätten (z.B. das 7. und das 9. Stück) - das IRON-MAIDEN-Syndrom macht sich also auch hier langsam breit. Allerdings gibt es hier im Gegensatz zu den neueren Scheiben der eisernen Jungfrauen keine zu langen Songs, lediglich zwei bringen es auf Überlänge (der Titelsong auf knapp unter 7 und das letzte Stück auf fast genau 8 Minuten), die aber auch gerechtfertigt ist und keine endlosen Wiederholungen beinhaltet. Das Tempo ist häufiger als auf den letzten beiden Alben gedrosselt, was - neben oft eher "netten" Refrains wohl auch mit dazu beitrug, dass ich das Album erstmal nicht so spannend fand, es gibt aber auch schnellere Songs, wovon "This War Machine" mit seinem Painkiller-artig gekreischten Gesang stilistisch ziemlich hervorsticht. Ansonsten hört man hier natürlich wieder Iron Maiden an allen Ecken heraus, aber es wirkt dennoch nie wie eine stupide Kopie der Briten. Schöne Details (Spielwitz beim Schlagzeugspiel, passende Breaks etc.) sorgen dann doch dafür, dass mir das Album nicht zu langweilig wird. Für Fans der Band und Leute, die von (gut gemachtem) traditionellen Heavy Metal nicht genug kriegen können, dürfte diese Scheibe so oder so kein Fehlkauf sein, auch wenn das Niveau der beiden Vorgänger nicht ganz gehalten wurde (besser als "Smak Cisczy", "Awatar" oder "One Way" ist das Album meiner Meinung nach aber auf jeden Fall)
    Unbedingt mal in "This War Machine" und "Moźe Tylko Płynie Czas" oder auch den Titelsong reinhören!


    Einige Stücke könnt ihr euch hier anhören: http://www.myspace.com/turboheavymetalband
    (ansonsten kann man fast alles bei youtube finden)
    Hier die Homepage: http://www.turbo.art.pl/ (leider nur auf Polnisch)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Oktober 2016
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  4. stretch

    stretch Deaf Dealer

    Turbo ist auch so eine Band, wo man sich wundert welche umfassende Diskographie da im Laufe der Jahre zustande gekommen ist. Ich besitze auch bei weitem nicht alles von der Band, aber das was ich von der Band kenne gefällt mir ausnahmslos. Wobei die "Ostatni Wojownik" wirklich top ist.
     
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  5. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ja, ich mag auch irgendwie alles von denen (habe sogar alle Scheiben), auch wenn ich mich an manches erst gewöhnen musste und natürlich auch einige Alben ihre eher schwachen Songs haben.
     
  6. stretch

    stretch Deaf Dealer

    Ich wußte auch gar nicht das es von der "Last Warrior" eine polnische Version gibt.
     
  7. Black Pearl

    Black Pearl Till Deaf Do Us Part

    Eine richtig schöne Zusammenfassung der TURBO-History, Acrylator. Respekt, junger Mann. :D

    Ich wünschte, so tolerant wie Du sein zu können, um auch die Werke der TURBO nach 1988 irgendwie genießen zu können. (Es ist ja nicht so, dass ich es nicht versucht hätte.) Leider ist mir das bis dato nicht vergönnt, auch wenn ich mir jetzt noch einmal Zeit nehmen werde (am WE), um in die Platten nach ''Ostatni Wojownik'' reinzuhören. Nun, zumindest in die, die ich habe.

    Ich weiß noch, dass ich eben dieses Götterwerk damals völlig beeindruckt vernommen und mich gefragt habe, ob der Westen eigentlich mal dafür bestraft würde, eines fernen Tages, nur immer ihre Power/Thrash-Platten abzufeiern (also die aus GER/USA/NED etc.), während er solche Hammerplatten aus Osteuropa völlig ignorierte.

    ''Hochnäsig sind wir'', das waren die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen. Okay, ein bisschen was hat sich verändert, durch die Erfolge von Bands wie VADER oder BEHEMOTH. Aber das nützt nun einer solchen, ja auch dem traditionellen Metal verpflichteten Band, die keinen Todesblei zusammen mörtelte, auch nichts mehr. Damals hätte man sie unterstützen sollen. Wobei ich mir selber ja auch an die eigene Nase fassen muss, denn die Platte habe ich auch nur empfohlen bekommen. Und bis dahin stand ich dem Metal aus Osteuropa auch eher skeptisch gegenüber. Ja, wir hatten uns damals fast alle einfach nicht genug Mühe gegeben.

    Jetzt, da diese tolle Band auch gewürdigt wird, kann man zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Für mich sind TURBO zumindest DIE polnische Metal-Band der 80er. Ohne Frage. Und schön, dass Du sie hier würdigst. Auf die einzelnen Alben genauer einzugehen, würde sogar richtig gut Sinn machen. Wenn ich net gerade so platt und irgendwie geschlaucht vom Job wäre, der mir im Moment viel Energie nimmt und mein Forenleben erlahmen lässt, würde ich Dir helfen. Vielleicht sieht es am WE mal wieder anders aus. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2014
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  8. aswang

    aswang Till Deaf Do Us Part

    Super Thread, super Band.
    Leider habe ich bei weiten nicht alle Platten von Turbo.
     
  9. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Danke für die Blumen!
    Mir ging es lange Zeit ähnlich wie dir, fand "Dead End" erst fürchterlich, zumal die Band da wirklich nicht mehr zu erkennen war (vorher klang zwar auch jedes Album etwas anders, aber die Entwicklung von einem Album zum nächsten war nie so krass, wenn auch nach zwei Alben der Unterschied oft schon riesig war). Darum hab ich mich auch gefreut, als ich danach dann noch die "Epidemie" bekommen habe, auf der ja immerhin noch der alte Sänger singt. Hab mich da aber trotzdem immer gefragt, wie geil die Scheibe hätte werden können, wenn sie den Stil der "Ostatni Wojownik" weitergeführt hätten. Einen Eindruck davon bekommt man ja, wenn man sich mal das unveröffentlichte "Planeta Smierci" von 1988 anhört, dass nur auf der raren "Metalmania '88" Live-Sampler-LP, bzw. als Bonustrack auf der "Last Warrior" CD und der späteren "Alive" CD von Metal Mind zu hören ist. Das Stück ist der Hammer und fast noch wahnsinniger/aggressiver als die "Ostatni Wojownik", darum ist es echt schade, dass nur einzelne instrumentale Passagen davon auf "Epidemie" in einem anderen Song verwurstet wurden.

    Kennst du eigentlich was von den letzten drei Alben? Wenn dir auch "Smak Cisczy"/"Kawaleria Szatana" zusagen, und es nicht immer Volldampf sein muss, könnten die dir ja eher zusagen als die anderen Alben nach 1988.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2015
  10. Ravenpride

    Ravenpride Till Deaf Do Us Part

    Hat jemand die Anthology Box und kann mir sagen was für CDs (Jewelcase/Digi/Cardsleeve) drinnen sind? Steht leider nirgends. Nicht auf den Metal Archiven und nicht auf Discogs.:hmmja:
     
  11. beavis666

    beavis666 Till Deaf Do Us Part

    http://www.musik-sammler.de/media/448500
    Da steht was von 'cardsleeves'.
     
    Ravenpride gefällt das.
  12. Ravenpride

    Ravenpride Till Deaf Do Us Part

    Danke! :top:

    Für Cardsleeves 85 €?:thumbsdown: :hmmja:
     
  13. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ja, Aufmachung ist leider nicht so toll, für mich hat sich die Anschaffung trotzdem gelohnt, da halt etliche Songs in der Box vorher noch nie veröffentlicht waren und ein dickes Booklet mit der Bandgeschichte beiliegt. Außerdem ist es deutlich schwieriger, die (älteren) CDs noch einzeln zu finden und billig wird das dann auch nicht. (Ein paar biete ich hier auch an, da ich die seit Erwerb der Box doppelt habe - allerdings nur neuere Alben)
     
  14. Ravenpride

    Ravenpride Till Deaf Do Us Part

    Wird wohl eh die Box her müssen! Zum Glück hab ich dann nur 2 Digi CDs zum abgeben. Die Kawaleria Szatana und die Awatar.
     
  15. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ja, wenn man alle in der Box enthaltenen Alben als einzelne CDs kauft, landet man wahrscheinlich schnell bei über 200 Euro - und dann hat man immer noch nicht die 2 CDs mit den ganzen unveröffentlichten Songs aus der Frühphase, sowie die ganzen anderen Bonustracks
     
  16. rapanzel

    rapanzel Till Deaf Do Us Part

    Die sogar noch Besser als die englische ist!
     
  17. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ja, wenn auch leider als LP mit einem (sehr guten) Stück weniger (jenes ist allerdings auch mal auf Vinyl erschienen - und zwar auf der "1980 - 1990" Best Of).
    Dummerweise ist das die einzige Scheibe, die nicht (komplett) in der "Anthology" Box enthalten ist - da ist nur die "Last Warrior" mit einigen "Ostatni Wojownik" Versionen als Bonustracks dabei. Stört mich aber nicht, da ich ja die 2001er CD-Version der "Ostatni Wojownik" habe, wo genauso viele Stücke wie auf der "Last Warrior" LP enthalten sind.
    Allerdings muss ich sagen, dass die Reihenfolge der Stücke auf der "Ostatni Wojownik" LP die beste/passendste ist - auf der CD-Version wurde diese leider der der "Last Warrior" LP angepasst, auf der sie wohl aus Platzgründen geändert wurde (so sind dann auf der A-Seite die drei längsten Stücke und auf der B-Seite die vier kürzeren gelandet - vorher war es viel ausgeglichener und darum programmiere ich mir die CD auch immer in der alten Reihenfolge mit dem Bonustrack irgendwo mittendrin).
    Übrigens ist "Ostatni Wojownik"/"Last Warrior" der einzige Fall in der Diskografie, wo für die englische Version nicht nur die Gesangsspuren neu aufgenommen wurden, sondern das komplette Album neu eingespielt wurde. Darum ist hier der Unterschied zwischen den beiden Versionen auch am größten. Witzigerweise ist aber gerade auch im Gesang hier der Unterschied gravierend, da auf der polnischsprachigen Version noch etwas melodischer. Den Sound der polnischen Version finde ich auch wärmer und atmosphärischer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Dezember 2015
    Angelraper gefällt das.
  18. rapanzel

    rapanzel Till Deaf Do Us Part

    Gibt's denn die polnische Einzel-CD noch irgendwo zu einem vernünftigen Preis?
     
  19. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ich fürchte nicht, ist ja schon über 13 Jahre her, dass die veröffentlicht wurde und ich habe die damals gleich gekauft und schon ewig nirgends mehr gesehen. Allerdings ging die bei Discogs wohl zwischen 3,- (!) und 25,- Euro weg - nur ist der letzte Verkauf der CD da auch schon fast ein Jahr her und sie wird gerade nicht angeboten...

    Wobei ja in der Box, bzw. auf dem letzten Rerelease der "Last Warrior" als Digipak immerhin 5 der 7 "Ostatni Wojownik" Stücke als Bonustracks enthalten sind, es fehlt nur das lange Instrumental und der CD-Bonustrack.
    Die LP taucht aber öfter mal halbwegs günstig auf (15,- bis 20,- Euro).
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2014
  20. rapanzel

    rapanzel Till Deaf Do Us Part

    Hatte ich den MM-Rerelease nicht von Dir? Da sind nämlich keine Bonustracks drauf
     
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