Dunkeltroll rolls a Record # 18: ANVIL : Hope In Hell

Dieses Thema im Forum "BEERDRINKERS & HELL RAISERS - Community" wurde erstellt von Dunkeltroll, 27. Februar 2021.

  1. DeadRabbit

    DeadRabbit Till Deaf Do Us Part

    Cooler Text! Schöne Geschichte.
    Ich liebe dieses Album.

    Dieser Song ist allerdings einer der übelsten Cheese-Gurken, die jemals geschrieben wurden.:D
     
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  2. Matty Shredmaster

    Matty Shredmaster Till Deaf Do Us Part

    Quatsch, der ist großartig!
     
    Dunkeltroll gefällt das.
  3. DeadRabbit

    DeadRabbit Till Deaf Do Us Part

    Ich kann den echt nicht hören.
    Da sind so Melodien drin, da rollen sich mir die Fussnägel auf.
     
  4. Matty Shredmaster

    Matty Shredmaster Till Deaf Do Us Part

    Ich liebe den, der hat diese typische hintergründige Riot-Melancholie.
     
    Dunkeltroll und DeadRabbit gefällt das.
  5. Dunkeltroll

    Dunkeltroll Till Deaf Do Us Part

    Du bist offenbar noch nicht alt genug, um den Text richtig würdigen zu können. ;)

    Mir macht er entweder Gänsehaut oder, wenn es ganz schlimm kommt, sogar Pipi in die Augen. :jubel:
     
    DeadRabbit und Matty Shredmaster gefällt das.
  6. Dunkeltroll

    Dunkeltroll Till Deaf Do Us Part

    # 18: ANVIL : Hope In Hell

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    Erschienen am 23. Mai 2013

    Meine Version: Blaues Vinyl, Steamhammer 2013, in Sammlung seit Ende 2014

    ANVIL sind eine verdammt merkwürdige Band: Spontan fällt mir keine andere Truppe ein, die von Stil und Qualität her derart unbeständig ist wie das Trio (zu viert, wie in den Anfängen, wären sie besser aufgestellt) um Lips (Gitarre/Gesang) und Robb Reiner (Schlagzeug). Was den Stil betrifft, so variieren sie von Hard Rock bis Speed/Thrash Metal - und bei der Qualität schwanken sie zwischen großartig und peinlich (das wiederum in jedem Genre, und auf jeder Platte). Man hat manchmal den Eindruck, dass sie absolut keinen Schimmer haben, was einen guten Song von einem beschissenen unterscheidet, und sie ihrer Kreativität ganz nach Lust und Laune freien Lauf lassen. Und hin und wieder kommt dann ein echter Killersong dabei raus - viel öfter leider aber ehr so meh, und manchmal auch Vollrotz. Den Speed Metal haben sie vermutlich auch aus Versehen miterfunden...

    Vorliegendes Album von 2013 wurde mir von @Sanja geschenkt - das muss irgendwann von Geburtstag bis Weihnachten 2014 gewesen sein, da ich ab 2015 die Neuzugänge notiert habe, und die Platte im Juli 2014 noch nicht besaß - sonst wäre sie jetzt nämlich signiert:
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    ANVIL beim Meet & Greet des Headbangers Open Air 2014

    Ich hab die Geschichte im ANVIL-Thema vor einigen Jahren schon mal erzählt, wiederhole sie aber kurz: Ich hatte zwei alte Picture-Discs mit, und sagte so was wie: "Die sind vom Klang her eh scheiße, da könnt ihr gerne direkt auf den Platten unterschreiben.", was bei Robb aber wohl wie "Die Musik ist eh Kacke..." ankam, und er kurz so aussah, als wolle er mir eine aufs Maul geben. Ließ sich aber schnell aufklären... :D

    "Hope In Hell" ist leider eins der ANVIL-Alben, die ohne echten Ausreißer nach oben auskommen müssen. Der eröffnende Titelsong ist ehr schleppend - und wenn man die Platte (wie ich ;)) nicht auf 45 laufen lässt, sogar purer Doom. 'Eat Your Words' ist 'ne flotte Nummer, die durchaus zu den Highlights der Scheibe zu zählen ist, bevor man bei 'Through With You' bereits nach drei Tönen den Kopf quer schüttelt, weil das einleitende Riff ausgerechnet bei 'Smoke On The Water' abgekupfert wurde. Lips kann tatsächlich Gitarre spielen, Robb ist ein verdammt origineller Trommler, und die Produktion des Albums ist auch sehr gelungen - aber das wohl bekannteste Riff der Rock-Geschichte zu verwursten, dazu gehören schon ein paar richtig große Tüten geraucht...

    'The Fight Is Never Won' eröffnet Seite 2 mit einer der durchdachtesten Stücke des Albums, gute Nummer! 'Pay The Toll' und 'Flying' sind dann wieder vergleichsweise hingerotzte, unausgegorene Vertreter - letztere hat immerhin einen halbwegs witzigen Text. Auf Seite 3 folgt mit 'Call Of Duty' ein Song über das gleichnamige Spiel :)hmmja:), 'Badass Rock 'n' Roll' klingt ungefähr so authentisch "Badass" wie 'Me And The Boys' von Alleinunterhalter Rock'n'Rolf (wobei der Song eigentlich ganz cool ist - also der von ANVIL - , er wird nur dem Text nicht gerecht, dafür ist das dann doch alles viel zu sauber aufgemacht). 'Time Shows No Mercy' wiederum gefällt mir vom Text her besser als musikalisch - tolles Solo aber!

    Seite 4 (wer kam eigentlich auf die Idee, dem Vinyl zwei Bonustracks zu spendieren? Hätte sonst auch gut auf zwei Seiten gepasst - die CD läuft nur 46:49): 'Mankind Machine' verteufelt die Abhängigkeit der Menschheit von der Technik (in 'Flying' schien das noch kein Problem gewesen zu sein), 'Shut The Fuck Up' reicht für 30 'Explicit Lyrics'-Sticker, 'Hard Wired' (erster Bonustrack) ist besser als manch regulärer Song (und hat einen Fire/Desire-Reim!!! :jubel:), und 'Fire At Will' (zweiter Bonustrack) auch nicht übel. Die beiden statt 'Through With You' und 'Call Of Duty' auf dem regulären Album hätte der Platte gut getan.

    Puh, Punkte? 6 sind angemessen - wirklich empfehlen kann ich das Teil niemand, und ANVIL-Fans kennen es eh schon.

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    Also lassen wir die Würfel rollen (ich werde morgen mal ein paar Neuzugänge einpflegen - also nicht wundern, wenn sich wieder was verschieben sollte.

    100, kritischer Erfolg (oder Fehler, je nach Rollenspiel-System)! :jubel:

    CAGE: Unveiled
    Ah, die hat mit @Jhonny vor ziemlich genau einem Jahr verkauft. :)
     
    Cornholio gefällt das.
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