Hammer of Doom Festival 17/18.11.2023 Würzburg Posthalle

Übernachtungspreise und -kapazitäten in Würzburg sind ein Thema, das sehr dafür spricht für die Zukunft lieber den November-Termin zu wählen, sollte es auch 2025 nur noch eins der beiden Festivals geben. Anfang Oktober, noch dazu am verlängerten Wochenende um den 3. ist Würzburg eben auch stark von normalen Touris belagert, da ist es schwer noch kurzfristig ein Zimmer zum akzeptablen Preis zu bekommen.
 
Ja es ist Schade, dass das HOD nun erst einmal Geschichte ist. Merke selbst an mir, das ich auch nicht jünger werde und wählerischer werde, was Konzertbesuche angeht.
Nach dem Harder Than Steel, eine weitere Olli Veranstaltung, welche mir immer Super gefallen hat. R.I.P HOD!
 
Während alle grossen Künstler weiterhin in Rekordzeit ausverkaufen bleibt oft verständlicherweise kein Geld mehr für die von uns auf Kante genähten Liebhaber Festivals.

Ist für mich irgendwie immer so ein Totschlagargument seit Corona, aber gibt es denn verwertbare Statistiken, daß dem wirklich so ist? Ist der gemeine Iron Maiden-, Rammstein- oder AC/DC-Gänger, denn tatsächlich ein potenzieller Kandidat für Festivals wie Hammer Of Doom, Trveheim & Co.? Die Leute, die ich kenne sind eher das Gegenteil. Entweder wird sich beides geleistet und wenn einer mal verzichten muss, dann eher weil ihm die "Großen" zu teuer sind und er dann doch im Zweifel lieber auf die gemütlichen Liebhaberfestivals geht. Und das Wacken- oder Hausfrauenpublikum, daß die großen Stadien zum Großteil füllt, hat doch meist noch nie was von Sorcerer oder Sortilege gehört.

Ich finde es natürlich sehr schade, wenn eine Institution wie das HOD von der Landkarte verschwindet (auch wenn ich selbst nur 2x da war, da mir von den Bands her meist zuviel Nische gewesen). Aber ich sehe eher in dem mittlerweile vorherrschenden Überangebot an "kleineren" Festivals ein zeitliches und finanzielles Problem. Wollte man vor ein paar Jahren auf eines dieser "Underground-Festivals", hatte ich mehr oder weniger nur die Auswahl entweder im April nach Lauda-Königshofen, im August nach Brande-Hörnerkirchen oder im November nach Würzburg zu fahren. Mittlerweile sind doch jeden Monat mehrere dieser Veranstaltungen auf ganz Deutschland verteilt und bei jedem vor der Haustür. Alleine hier in Bayern fallen mir da ohne große Recherche für 2023 Hammer Of Doom, KIT Rising, Storm Crusher, Spring Crusher, Hard Summer, Metalheadz Open Air, Trveheim, Metal im Woid, Bavarian Battle, Dark Easter, Night Of The Possessed, Braincrusher, Augsbangers Metal Meeting, Metaleros, Metal United usw. ein, die sicher alle eher ein gewisses "Underground-Publikum" als den Mainstream-Metaller ansprechen...eine mittlerweile paradiesische Auswahl für die Fans und natürlich (zu) große Konkurrenz für all die Veranstalter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine vielleicht unpopuläre Meinung, ABER: KIT, KIT Rising und auch HoD haben mit der Zeit eine gewisse Größe erreicht und sind damit im Prinzip dem Underground entwachsen. Die Größe und die damit verbundenen Kosten, die sich wiederum in den Ticketspreisen spiegeln, haben nichts mehr mit Underground zu tun. Das soll kein Vorwurf sein, das ist eine normale Entwicklung. Auch Wacken und Summerbreeze waren vor 25 Jahren mal Underground. Momentan trifft es gerade die klassische heavy metal Sparte hart, weil ein Überangebot besteht (Bang your Head ist auch so ein Beispiel) und es werden noch einige Festivals von der Landkarte verschwinden. Gefühlt sind 80% der Leute, die man auf diesen Festivals sieht immer die gleichen und auch die haben, trotz aller Leidenschaft, eben nur begrenzte Geld- und/oder Zeitressourcen.
Ich könnte vermutlich von April bis November (im Winter ist es etwas weniger) jedes Wochenende auf ein Festival fahren mit locker 4-8 Bands die ich mir gerne anschauen würde. Kriege ich aber aus Mangel an Geld und Zeit nicht hin. Spartenfestivals wie HoD haben es da noch nen Ticken schwerer als die etwas breiter aufgestellten. Ich weiß nicht ob es eine Möglichkeit wäre, das ganze etwas kleiner zu denken, aber wenn ich mir die kleineren Nischenfestivals angucke die verschwunden sind (Harder Than Steel, Metal Assault, Hammer and Iron, ...) dann stimmt es nicht wirklich hoffnungsvoll. Mir tut es für alle richtigen (bin keiner, fische da nur am Rande) Doomer sehr sehr leid, weil die wenigen Male die ich da war, es immer den Anschein eines Klassentreffens der wirklichen die hards gemacht hat.

edit: während ich hier schrob, hat @Ram Battle das mit dem Überangebot an Festivals schon viel deutlicher herausgearbeitet. Aber genau das meine ich auch. Es ist einfach zu viel.
 
Was ich besonders schade finde, ist, dass man Bands wie 40 Watt Sun, Hamferd oder Skepticism, oder wie dieses Jahr Hemelbestormer, auf keinem der genannten - und auch tollen - Festivals wirklich sinnvoll unterkriegt, die wären da eher Fremdkörper. Klassische und Epic Doomer bekommt man da leichter rein und tut das ja auch. Das fand ich auch immer schön, dass abseits der üblichen Genres ein paar wirkliche Perlen im Programm waren.
 
Auch von mir noch kurz ein paar Worte:
Es war mal wieder total super, mega entspannt und mit zum Teil grandiosen Shows bei sehr gutem Sound. Viel mehr braucht´s doch nicht.
Highlights waren für mich Martin Turner, Hemelbestormer, The Answer lies in the Black Void, Tanith, Disillusion, My Dying Bride.

Ich find´s natürlich sehr schade, dass es bis auf Weiteres das letzte HoD gewesen ist. War die letzten Jahre immer ein Highlight zum Jahresende. Besonders am Samstagnachmittag hat man aber schon gemerkt, dass die Besucherzahlen doch stark zurückgegangen sind.
Wie so viele hier wäre ich dieses Jahr auch liebend gern zum KIT Rising UND zum HoD gefahren, das war aber finanziell (die heftigen Übernachtungspreise in Würzburg wurden ja auch schon angesprochen) und vom Zeitmanagement einfach nicht drin.

Vielen Dank @Oliver Weinsheimer für die tollen HoD-Momente, insbesondere für WARNING!
 
Nur ein sehr dummer, wahrscheinlich sogar sehr naiver Gedanke: Aber wie würden sich die Veranstaltungskosten darstellen, wenn man das HoD als Quasi-Warmup vor das Rising setzt?

Mi.-Do.
1x 5 und 1x 9 Bands für das HoD
Fr.-Sa.
2x 9-10 Bands für das KITR

Termin in der Halloween-/Allerheiligen-Woche samt Feiertag.

Pros & Contras bzw. Fragen:

- Würde die längere Pacht/Miete die Kosten der PoHa und die Produktionskosten für Technik, Equipment etc. senken? Die Personalkosten würden wohl im Vergleich zu zwei separaten Events gleich bleiben.

- Das Zeitmanagement für viele Fans wäre besser zu realisieren. Ich wollte eigentlich auch zum HoD, aber wegen Arbeit war’s leider nicht zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass es für viele leichter wäre, ein oder zwei Tage länger freizumachen als in kurzer Zeit wiederholt freizunehmen.

- Die Fahrtkosten für viele Fans halbieren sich.

- Der Absatz von Tagestickets könnte größer werden. Der Nischendoomer hat vielleicht keine Lust auf das ganze KITR, aber wenn er eh hinfährt, gönnt er sich vielleicht doch einen Tag (umgedreht gilt das genauso). Mit der ein oder anderen angedoomten Kapelle im KITR-Billing oder mit Bands wie Tanith und Sorcerer im HoD-Billing wäre das doch sehr gut denkbar.

- contra ist gewiss die Dauer, die schnell zu Erschöpfung führt. Ein längeres Festival führt aber bei den Dauergästen eventuell auch zu einem bewussten Pausieren bzw. einem bewussteren Konsumieren. Das Negativargument fände ich also gar nicht so wild.

- Welchen Einfluss hätte sowas auf den Merchumsatz beider Festivals? Ich würde als Ahnunngsloser auf einen minimalen Rückgang pro Festival tippen; wobei der Merchumsatz vielleicht insgesamt tendenziell größer werden könnte, da das ‚Gesamtfestival‘ in der Summe der 3,5 bis 4 Tage mehr Besucher zieht.

- Pluspunkt: die Kosten für die KITR-Warmupshow entfallen, stattdessen kann sich der geneigte Fan eine Doom-Combo mit Headlinerstatus anschauen.


Was meint ihr? Wie eingangs geschrieben, ist das von mir lediglich ein spontaner und wahrscheinlicher sehr naiver Gedanke, … und vermutlich bedenke ich diverse Sachen nicht.
 
Was meint ihr? Wie eingangs geschrieben, ist das von mir lediglich ein spontaner und wahrscheinlicher sehr naiver Gedanke, … und vermutlich bedenke ich diverse Sachen nicht.
Ich denke - und das habe ich hier mehrfach gelesen - das Hauptproblem sind die sehr zeitnah aufeinanderfolgenden Aufwendungen für Ticket und Hotel und beides bekommt man in der von Dir vorgeschlagenen Variante ja nicht (oder kaum) minimiert.

Ein Aspekt, der noch nicht explizit erwähnt wurde: Aufgrund der Location und der Jahreszeit ist Camping nicht möglich. Somit fällt für die meisten die komplette Palette an Aufwendungen für zwei Festivals in kurzer Zeit an.
 
Zuletzt bearbeitet:
WB hat mMn auch zu wenig Zimmer, was sich direkt auf die Preise und mitunter leider auch die Qualität der Unterkünfte auswirkt. Ich fahre wegen vieler schöner Erinnerungen gern dort hin, aber objektiv betrachtet ist mir jeder andere Festivalstandort, den ich kenne, lieber - mit Ausnahme vielleicht von diesem unseligen Flugfeld in Schlotheim.

Schade ums HOD, aber ich war ja selber schon ne Weile nimmer da. Teils hat mir der roten Faden in den Billings gefehlt, teils war es die Konkurrenz, aber von „unten“ (Thrash Nightmare, Doom over Vienna, Celebrare Noctem) oder die hausgemachte (KITR). Irgendwas über Poser und Mainstraim zu orakeln, während man sich selbst das Wasser durch n fast zeitgleiches und besser laufendes Event, das weitestgehend im selben Zuschauerpool fischt, abgräbt, finde ich zumindest schräg. Ist mir aber auch egal, KITR ist eh mehr meins und ich habe mit Freude gesehen, was da an Szenepotenzial aktiviert wurde, dem das reguläre KIT zu nischig, vermeintlich elitär oder ausverkauft war.
 
Nachvollziehbare Entscheidung, das Hammer of Doom zu mindest für das kommende Jahr erst einmal auf Eis zu legen.

Allerdings muss ich auch ganz ehrlich sagen, dass mir die Debatte "Große Künstler verkaufen Konzerte in Rekordzeit aus, dann bleibt für den Underground keine Kohle mehr" zu kurz greift und diese ist für mich schon sehr von Polemik geprägt, was aus Veranstaltersicht allerdings auch ein Stück weit verständlich.

Ich selbst war einige Male auf dem Hammer of Doom, konnte die letzten beiden Jahre aus privaten Gründen nicht. Ich war dieses Jahr auf 2 Großveranstaltungen (Springsteen und Iron Maiden) und gehe im Dezember noch zu einer weiteren (Sting). Nun bin ich in der privilegierten Lage, dass ich zwischendurch auch noch Underground Gigs besuchen kann (zuletzt Ultha, am Wochenende dann Thronehammer etc. im Rahmen des 35. Zosh!Geburtstages). Und ich wage mal zu behaupten, dass ich hier nicht der einzige bin, der dies so handhaben kann.

Was das Hammer of Doom anbelangt, so ganz es hier natürlich schon immer genrefremde Bands im Billing (Ghost, The Devils Blood und Asphyx, um nur die prominentesten Vertreter zu nennen, aber auch The Ruins of Beverast), vielleicht ist es daher auch nur subjektive Empfindung, dass das ab der Zeit ohne Coronaauflagen zugenommen hat.

Eine Band wie Sorcerer stünden heute vermutlich nicht da, wo sie stehen, wenn es das HoD nicht gäbe. Teil der Wahrheit ist hier meiner bescheidenen Meinung allerdings auch, dass die Band bereits viele Male beim Hammer of Doom aufgetreten ist und sich hier bei aller Qualität von Sorcerer ein gewisses Sättigungsgefühl breit machen könnte.

Disillusion hingegen, spielten in jüngster Vergangenheit einige Einzelgigs und werden das im kommenden Jahr weiterhin tun, ebenso Martin Turner.

Ob die Entscheidung dann zu Gunsten von Einzelgigs ausfällt, diese Frage darf jeder für sich individuell beantworten.

Lange Rede, kurzer Sinn. Natürlich können kleinere Veranstalter nicht bei jedem Festival ein weltexklusives Billing auffahren. Allerdings sind die von mir genannten Gründe subjektiv betrachtet schon Faktoren, die eingerechnet werden sollten. Und zum Schluss: Dies ist explizit KEINE Kritik an @Oliver Weinsheimer. Wenn er nach dem gottgleichen Line-Up des Keep it True Rising 2 gesagt hätte: Jetzt ist Schluss - niemand hätte es ihm verdenken können und damit hat er sich sein eigenes Denkmal gebaut.
 
Nur ein sehr dummer, wahrscheinlich sogar sehr naiver Gedanke: Aber wie würden sich die Veranstaltungskosten darstellen, wenn man das HoD als Quasi-Warmup vor das Rising setzt?

Mi.-Do.
1x 5 und 1x 9 Bands für das HoD
Fr.-Sa.
2x 9-10 Bands für das KITR

Termin in der Halloween-/Allerheiligen-Woche samt Feiertag.

Pros & Contras bzw. Fragen:

- Würde die längere Pacht/Miete die Kosten der PoHa und die Produktionskosten für Technik, Equipment etc. senken? Die Personalkosten würden wohl im Vergleich zu zwei separaten Events gleich bleiben.

- Das Zeitmanagement für viele Fans wäre besser zu realisieren. Ich wollte eigentlich auch zum HoD, aber wegen Arbeit war’s leider nicht zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass es für viele leichter wäre, ein oder zwei Tage länger freizumachen als in kurzer Zeit wiederholt freizunehmen.

- Die Fahrtkosten für viele Fans halbieren sich.

- Der Absatz von Tagestickets könnte größer werden. Der Nischendoomer hat vielleicht keine Lust auf das ganze KITR, aber wenn er eh hinfährt, gönnt er sich vielleicht doch einen Tag (umgedreht gilt das genauso). Mit der ein oder anderen angedoomten Kapelle im KITR-Billing oder mit Bands wie Tanith und Sorcerer im HoD-Billing wäre das doch sehr gut denkbar.

- contra ist gewiss die Dauer, die schnell zu Erschöpfung führt. Ein längeres Festival führt aber bei den Dauergästen eventuell auch zu einem bewussten Pausieren bzw. einem bewussteren Konsumieren. Das Negativargument fände ich also gar nicht so wild.

- Welchen Einfluss hätte sowas auf den Merchumsatz beider Festivals? Ich würde als Ahnunngsloser auf einen minimalen Rückgang pro Festival tippen; wobei der Merchumsatz vielleicht insgesamt tendenziell größer werden könnte, da das ‚Gesamtfestival‘ in der Summe der 3,5 bis 4 Tage mehr Besucher zieht.

- Pluspunkt: die Kosten für die KITR-Warmupshow entfallen, stattdessen kann sich der geneigte Fan eine Doom-Combo mit Headlinerstatus anschauen.


Was meint ihr? Wie eingangs geschrieben, ist das von mir lediglich ein spontaner und wahrscheinlicher sehr naiver Gedanke, … und vermutlich bedenke ich diverse Sachen nicht.

Dein Vorschlag scheitert schon alleine am Termin, da an Allerheiligen ein Verbot für Tanzveranstaltungen und laute Musik herrscht.
 
Nachvollziehbare Entscheidung, das Hammer of Doom zu mindest für das kommende Jahr erst einmal auf Eis zu legen.

Allerdings muss ich auch ganz ehrlich sagen, dass mir die Debatte "Große Künstler verkaufen Konzerte in Rekordzeit aus, dann bleibt für den Underground keine Kohle mehr" zu kurz greift und diese ist für mich schon sehr von Polemik geprägt, was aus Veranstaltersicht allerdings auch ein Stück weit verständlich.

Ich selbst war einige Male auf dem Hammer of Doom, konnte die letzten beiden Jahre aus privaten Gründen nicht. Ich war dieses Jahr auf 2 Großveranstaltungen (Springsteen und Iron Maiden) und gehe im Dezember noch zu einer weiteren (Sting). Nun bin ich in der privilegierten Lage, dass ich zwischendurch auch noch Underground Gigs besuchen kann (zuletzt Ultha, am Wochenende dann Thronehammer etc. im Rahmen des 35. Zosh!Geburtstages). Und ich wage mal zu behaupten, dass ich hier nicht der einzige bin, der dies so handhaben kann.

Was das Hammer of Doom anbelangt, so ganz es hier natürlich schon immer genrefremde Bands im Billing (Ghost, The Devils Blood und Asphyx, um nur die prominentesten Vertreter zu nennen, aber auch The Ruins of Beverast), vielleicht ist es daher auch nur subjektive Empfindung, dass das ab der Zeit ohne Coronaauflagen zugenommen hat.

Eine Band wie Sorcerer stünden heute vermutlich nicht da, wo sie stehen, wenn es das HoD nicht gäbe. Teil der Wahrheit ist hier meiner bescheidenen Meinung allerdings auch, dass die Band bereits viele Male beim Hammer of Doom aufgetreten ist und sich hier bei aller Qualität von Sorcerer ein gewisses Sättigungsgefühl breit machen könnte.

Disillusion hingegen, spielten in jüngster Vergangenheit einige Einzelgigs und werden das im kommenden Jahr weiterhin tun, ebenso Martin Turner.

Ob die Entscheidung dann zu Gunsten von Einzelgigs ausfällt, diese Frage darf jeder für sich individuell beantworten.

Lange Rede, kurzer Sinn. Natürlich können kleinere Veranstalter nicht bei jedem Festival ein weltexklusives Billing auffahren. Allerdings sind die von mir genannten Gründe subjektiv betrachtet schon Faktoren, die eingerechnet werden sollten. Und zum Schluss: Dies ist explizit KEINE Kritik an @Oliver Weinsheimer. Wenn er nach dem gottgleichen Line-Up des Keep it True Rising 2 gesagt hätte: Jetzt ist Schluss - niemand hätte es ihm verdenken können und damit hat er sich sein eigenes Denkmal gebaut.
Eventuell hört es dann auch mal mit diesen „Exklusiv-Gigs „ auf…..geht mir eh auf die Nerven.
Ein gutes ordentliches Billing und gut ist.
Ggf. werden dann die Veranstaltungen kleiner…..und es ist weniger Geld im Umlauf.
 
Das Hammer Of Doom war aus meiner Sicht großartig, auch wenn ein kleiner Hauch von Trauer über der Veranstaltung lag, da bereits durchgesickert war, dass es wohl das letzte Hammer Of Doom sein würde. Wir haben uns jedenfalls wieder sehr wohl gefühlt und das Billing war meiner Meinung nach auch wieder größtenteils sehr stark. Meine Güte, was haben wir Turner's Wishbone Ash abgefeiert.

Bei so einem abwechslungsreichen Billing war ich schon sehr überrascht und schockiert, wie wenig Gäste diesmal da waren. Ich habe die Halle noch nie so leer gesehen. Der Sound war von der ersten Band am Freitag bis zum Headliner am Samstag genial - nicht zu laut, nicht zu leise und egal wo man stand, alles war differenziert zu hören. Ich habe mich zwischendurch auch mal beim Soundmann bedankt, denn die wichtigsten Menschen, die für ein gutes Festvial-Feeling verantwortlich sind, bekommen in der Regel viel zu wenig positives Feedback. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei @Oliver Weinsheimer und dem gesamten HOD-Team bedanken. Ich weiß, dass ihr das trotz aller finanziellen Aspekte bis heute mit Herzblut macht und trotz aller Schwierigkeiten immer versucht, das Beste aus jeder Situation zu machen.

Was mir in den letzten Jahren aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die "Hochzeit" des Doom Metal auf kommerzieller Ebene wohl vorbei ist. Als jemand, der alle Doom Shall Rise Festivals erlebt hat, konnte ich mir damals nicht vorstellen, dass ein Festival wie das Hammer Of Doom in der riesigen Posthalle erfolgreich sein würde. Doom Metal wurde Mitte der 2000er Jahre durch die "Pionierarbeit" des Doom Shall Rise Festivals immer populärer und erreichte plötzlich Zielgruppen, die sich auf einem reinen Doom-Festival wahrscheinlich nicht wohl gefühlt hätten. So war es nur logisch, dass man bei einer geschätzten Mindestgröße von 1.300 Besucher*innen für ein mittelgroßes Festival ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen musste. Ohne Headliner wie Candlemass, My Dying Bride, Cathedral oder Saint Vitus, die aus Kostengründen niemals auf dem Doom Shall Rise hätten spielen können, gemischt mit doomfernen Bands, ist das auch nahezu unmöglich.

Wenn man hört, dass diese Headliner heutzutage 5 mal so viel kosten wie vor Corona-Zeiten und andere verlockende Alternativangebote entstehen, dann ist klar, dass es mit dem HOD in dieser Form nicht weitergehen konnte. Ich kann die Entscheidung daher sehr gut nachvollziehen und hoffe, dass Oli, Tarek und Anja mit dem KIT und den KIT-Risings erfolgreich bleiben.

Ist der Weg nun für etwas Neues geebnet? Diese Frage kam mir in den Sinn, nachdem ich Oli's Ankündigung verdaut hatte.

Meine Hoffnung ist, dass sich in Deutschland ein neues Doom-Festival etabliert, das sich von Anfang an auf traditionellen Doom Metal konzentriert und die Kapazität von 500 Doom-Fans nicht überschreitet. Eine Fortsetzung des Doom Shall Rise wäre sensationell und vielleicht ist jetzt die richtige Zeit dafür gekommen? Es hat sich natürlich viel verändert und die Rahmenbedingungen für die Organisation eines neuen Underground-Doom-Festivals haben sich im Lauf der Jahre sicherlich nicht verbessert, aber träumen darf man schließlich noch...
 
Mal ganz spontan aus der Hüfte geschossen:
--> Für ein solches Billing würde ich innerhalb von Deutschland eine lange Fahrtzeit zzgl. Übernachtung im Hotel in Kauf nehmen und auf andere Festivals/Gigs verzichten, falls es mein Jahresbudget nicht zulassen würde.

Freitag:
  • Forsaken
  • Death The Leveller
  • Well of Souls
  • Dawn of Winter
  • Tortured Spirit
  • Black Revelation
Samstag:
  • Pagan Altar
  • Mirror Of Deception
  • Darkest Era
  • Lone Wanderer
  • Wheel
  • Magma Rise
  • High Warden
 
Mal ganz spontan aus der Hüfte geschossen:
--> Für ein solches Billing würde ich innerhalb von Deutschland eine lange Fahrtzeit zzgl. Übernachtung im Hotel in Kauf nehmen und auf andere Festivals/Gigs verzichten, falls es mein Jahresbudget nicht zulassen würde.

Freitag:
  • Forsaken
  • Death The Leveller
  • Well of Souls
  • Dawn of Winter
  • Tortured Spirit
  • Black Revelation
Samstag:
  • Pagan Altar
  • Mirror Of Deception
  • Darkest Era
  • Lone Wanderer
  • Wheel
  • Magma Rise
  • High Warden

Dark Quarterer fehlen wahrscheinlich nur, weil deine Q-Taste rausgefallen ist, oder?
 
Zurück
Oben Unten